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Stand: September 2011


Die CDM/JI-Initiative der Bundesregierung

Mit der CDM/JI-Initiative baut das Bundesumweltministerium seine bestehende Zusammenarbeit mit Gastländern für CDM und JI-Projekte weiter aus. Das wirtschaftliche Engagement deutscher Unternehmen in Emissionsminderungsprojekten wird auf diese Weise weltweit unterstützt.

Durch gezielte Maßnahmen werden die Anwendungsmöglichkeiten von CDM und JI in solchen Bereichen erweitert, die bislang vom Kohlenstoffmarkt noch nicht erreicht werden, aber eine hohe Bedeutung für den globalen Klimaschutz haben. Netzwerke sollen helfen, Investitionshindernisse insbesondere im Bereich Erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu überwinden. Damit wird einerseits deutschen Unternehmen der Zugang zu Investitionen erleichtert. Zugleich werden Kapazitäten in den Gastländern geschaffen und bisher vernachlässigte Sektoren wie Verkehr und Haushalte für den CDM erschlossen.

Länderstützpunkte erleichtern Netzwerkbildung

Mit der Schwerpunktsetzung auf ausgewählte Länder, wie Brasilien, Indien, der MENA-Region (Middle East/North Africa) sowie Uganda soll gezielt die Basis für CDM- und JI-Projekte in jenen Ländern gelegt werden, die besonders hohes CDM-Potenzial besitzen. Hierzu werden mit den CDM-Akteuren und Entscheidungsträgern dieser Gastländer verlässliche Beziehungen aufgebaut: Das Bundesumweltministerium hat die GIZ in den genannten Schwerpunktländern beauftragt, CDM Länder-Units einzurichten. Zur Netzwerkbildung werden den deutschen Akteuren eine Kontaktstelle, Informationen, Workshops, B2B-Treffen sowie themenorientierte Gesprächskreise angeboten.

Förderung von Progammes of Activities

Mit der Einrichtung des „PoA Support Center Germany“ durch die KfW im Rahmen der CDM/JI-Initiative zielt das BMUB auf eine Stärkung der Programmes of Activities (PoA). Durch den programmatischen Ansatz im CDM sollen vor allem Emissionsminderungspotenziale erschlossen werden, die als einzelne CDM-Projekte den Kostenaufwand nicht tragen könnten.

Ausbau strategischer Handlungsfelder

In den letzten Jahren hat sich die Leistungsfähigkeit des CDM-Markts bestätigt. Es gibt klare Muster, die die Stärken und die Schwächen des CDM verdeutlichen. Bestimmte Klimaschutzpotenziale wie etwa der Bereich Energieeffizienz werden nur unzureichend ausgeschöpft, obwohl der wirtschaftliche Anreiz für sich allein genommen hoch genug sein müsste. Die Ursachen liegen oftmals in der zu geringen Projektgröße, in der Organisierbarkeit der Projektpotenziale, in fachlichen Unzulänglichkeiten auf methodischer Ebene und in verfahrensmäßigen Anforderungen. Das BMUB hat hierzu im Rahmen der CDM/JI-Initiative mehrere Projekte vergeben, die den bestehenden CDM klimapolitisch effektiver gestalten sollen.


Weitere Informationen:

Die GIZ-Länder-Units
Das PoA Support Center Germany
Die Forschungsvorhaben


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